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Hereditäre Bindegewebserkrankungen

Die hereditären Bindegewebserkrankungen betreffen das Bindegewebe von verschiedenen Organsystemen, einschließlich Herz, Blutgefäße, Haut, Gelenke, Knochen, Augen und Lunge. Es wurden ursächliche Mutationen in einer Vielzahl von Genen die für Strukturproteine, modifizierende Enzyme, oder Komponenten des TGFß-Signalwegs kodieren gefunden. Die Syndrome zeigen eine phänotypische Überlappung von verschiedenen kardiovaskulären, skeletalen und kutanen Merkmalen.

Marfan-Syndrom

Das Marfan-Syndrom ist eine autosomal-dominant vererbte Bindegewebserkrankung mit variabler Ausprägung der Erkrankung welche das Skelett-, Augen- und Kardiovaskuläre-System betrifft. Die Krankheit tritt mit einer Häufigkeit von etwa 1:5.000 bis 1:10.000 auf, wobei sechs bis sieben von zehn Fällen familiär bedingt sind. Für das Marfan-Syndrom ist eine Mutation im FBN1-Gen ursächlich. Charakteristisch für das Marfan-Syndrom sind ein Hochwuchs, eine Hyperelastizität der Gelenke sowie Fehlbildungen von Herz und Aorta (insbesondere Aneurysmen, Dissektionen). Differentialdiagnosen sind: MASS-Syndrom, Shprintzen-Goldberg-Syndrom, Mitralklappenprolaps, Ehlers-Danlos-Syndrom und andere Krankheiten mit Aortenaneurysmen, z.B. Loeys-Dietz-Syndrom. Den Betroffenen und ihren Familien soll eine genetische Beratung angeboten werden. Patienten geben ihre krankmachende Anlage mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% an ihre Kinder weiter.

Ehlers-Danlos-Syndrom

Das Ehlers-Danlos-Syndrom ist eine angeborene Bindegewebserkrankung, die hauptsächlich durch eine Überdehnbarkeit der Haut, verletzliches Gewebe und starke Überbeweglichkeit der Gelenke charakterisiert ist. Bis zu 25% der Ehlers-Danlos Patienten zeigen ein Aorten-Aneurysma. Das Ehlers-Danlos-Syndrom ist klinisch heterogen. Es werden 13 verschiedene Ehlers-Danlos-Typen unterschieden, welche zum Teil phänotypische Überlappungen zeigen. Eine klinische Diagnose ist oft schwierig und zeigt die Notwendigkeit einer molekulargenetischen Diagnostik auf.

Loeys-Dietz-Syndrom

Das Loeys-Dietz-Syndrom wird durch Mutationen in den Genen GBR1/2SMAD2/3, or TGFB2/3, die alle für Komponenten des TGFß-Signalwegs kodieren, verursacht. Vom Marfan-Syndrom kann das Loeys-Dietz-Syndrom durch folgende charakteristische Merkmale differenziert werden: Hypertelorismus, Gaumenspalte oder Uvula bifida sowie einer ausgeprägten Tortuosität von arteriellen und Aorten-Aneurysmen. Die kardiovaskuläre Beteiligung scheint beim Loeys-Dietz-Syndrom schwerer zu sein als beim Marfan-Syndrom. Überlappende Auffälligkeiten von Marfan-Syndrom und Loey-Dietz-Syndrom sind Skoliose, pes planus, Brustkorbverformung, Spontanpneumothorax und durale Ektasie.

Warum soll ein molekulargenetischer Test bei Patienten mit Verdacht auf eine hereditäre Bindegewebserkrankung durchgeführt werden:

  • Um die klinische Verdachtsdiagnose zu sichern.
  • Die genetische Ursache einer Erkrankung innerhalb der betroffenen Familien aufzuklären. Asymptomatische Familienmitglieder zu identifizieren, welche eine Behandlung mit Betablockern benötigen.
  • Eine zielgerichtete Untersuchung in weiteren Familienmitgliedern anbieten zu können.
  • Eine frühzeitige therapeutische Intervention zu ermöglichen.
  • Eine prognostische Abschätzung des Krankheitsverlaufs und über die zu erwartenden Komplikationen zu geben.
  • Langfristig die Grundlage für neue therapeutische Ansätze zu legen.

Unser genetischer Test für hereditäre Bindegewebserkrankungen

ACTA2, CBS, COL3A1, COL5A1, COL5A2, EFEMP2, FBN1, FBN2, MYH11, MYLK, NOTCH1, SLC2A10, SMAD3, SMAD4, TGFB2, TGFBR1, TGFBR2.

Wichtig: Für diagnostische Fragestellungen können alle unsere molekulargenetischen Tests abhängig vom Phänotyp benutzerdefiniert angepasst werden. Unser Diagnostik-Support-Team steht Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung und unterstützt Sie bei der Diagnosestellung Ihrer Patienten und in der Entwicklung der individuellen Strategie für jeden einzelnen Patienten.

Was erwarten wir von dem Test: Die diagnostische Ausbeute hängt von der Erkrankung und der Familienanamnese ab und kann bis zu 80% betragen.

 

Literatur

  • The Ehlers-Danlos syndrome, a disorder with many faces. De Paepe AMalfait F. Clin Genet. 2012 Jul;82(1):1-11. doi: 10.1111/j.1399-0004.2012.01858.x.
  • Cardiovascular manifestations in Marfan syndrome and related diseases; multiple genes causing similar phenotypes. Cook JR, et al. Clin Genet. 2015;87(1):11-20. doi: 10.1111/cge.12436.
  • Marfan Syndrome and Related Disorders: 25 Years of Gene Discovery. Verstraeten AAlaerts MVan Laer LLoeys B. Hum Mutat. 2016 Jun;37(6):524-31. doi: 10.1002/humu.22977.

 

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