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Nephronophthise (NPH)

Definition

Nephronophthise ist eine autosomal-rezessive tubulointerstitielle Nierenerkrankung und stellt die häufigste genetische Ursache für ein terminales Nierenversagen im Kindes- und Jugendalter dar. Die geschätzte Inzidenz liegt bei 1:50.000 bis 1:100.000. Charakteristisch für diese heterogene Erkrankungsgruppe sind eine hohe genetische und phänotypische Variabilität sowie zum Teil erhebliche Überschneidungen innerhalb der Gruppe oder mit anderen zystischen Nierenerkrankungen. Im Durchschnitt wird die Nephronophthise ca. 3.5 Jahre nach den ersten Symptomen diagnostiziert. Abhängig vom Zeitpunkt des Auftretens der terminalen Niereninsuffizienz wird die NPH in eine infantile, juvenile und adulte Form unterteilt. Hauptsymptome sind eine Polyurie und Polydipsie als Zeichen einer Harnkonzentrationsstörung. Die Nephronophthise kann je nach zugrundeliegendem Gendefekt isoliert die Nieren (80%-90%) oder auch multiple andere Organsysteme betreffen (~10%-20%). Die NPH wird als mögliche renale Manifestation folgender syndromaler Ziliopathien beschrieben: Joubert-Syndrome, Bardet-Biedl-Syndrom, Jeune-Syndrom und verwandte Skeletterkrankungen, Meckel-Gruber-Syndrom, Senior-Løken-Syndrom, Lebersche Kongenitale Amaurose, COACH-Syndrom und Kongenitale okulomotorische Apraxie Typ Cogan. Die NPH ist eine renale Ziliopathie. Unter dem Begriff der Ziliopathie werden verschiedene genetisch bedingte Erkrankungen zusammengefasst, die eine Fehlfunktion der Zilien oder der sie tragenden Zellen auslösen. Zilien sind auf den Zelloberflächen fast aller Körperzellen, einschliesslich der renalen tubulären Epithelzellen, lokalisiert.

Warum soll ein molekulargenetischer Test bei Patienten mit Verdacht auf eine Nephronophthise durchgeführt werden:

  • Risiko- und Prognoseabschätzung.
  • Um die beste therapeutische Behandlung für den Patienten in Abhängigkeit vom Genotyp auszuwählen.
  • Testung von Familienmitgliedern auf Anlageträgerschaft um das Risiko abzuschätzen die Erkrankung zu bekommen.

 

Unser Panel für Nephronophthise:

ADCY3, CEP290, DCDC2, GLIS2,  INVS, IQCB1, NEK8, NPHP1, NPHP3, NPHP4, RPGRIP1L, SDCCAG8, SLC4A1, TRAF3IP1, TMEM67, TTC21B, WDR19

Wichtig: Für diagnostische Fragestellungen können alle unsere molekulargenetischen Tests abhängig vom Phänotyp benutzerdefiniert angepasst werden. Unser Diagnostik-Support-Team steht Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung und unterstützt Sie bei der Diagnosestellung Ihrer Patienten und in der Entwicklung der individuellen Strategie für jeden einzelnen Patienten.

Was Sie vom molekulargenetischen Test für Nephronophthise erwarten können:  Bis zu 40% der Patienten mit dem klinischen Verdacht auf Nephronophthise können mit dem genetischen Test bestätigt werden.

 

Literatur

  • Nephronophthisis. Stokman M., et al., 2016 Jun 23. Gene Reviews. University of Washington, Seattle.
  • Many Genes—One Disease? Genetics of Nephronophthisis (NPHP) and NPHP-Associated Disorders. Srivastava S. et al., Front Pediatr. 2017; 5: 287.
  • Nephronophthisis: A review of genotype–phenotype correlation. Fenglan Luo and Yu‐Hong Tao. Nephrology (Carlton). 2018 Oct; 23(10): 904–911.

 

Laden Sie hier interessante Open-Access-Handschriften zur Genetik der Nephronophthise herunter: